Google Markenprofil & Sitelinks: So beeinflusst Ihr Eure Darstellung in der Google-Suche

September 2026 . By Christian
Google Markenprofil & Sitelinks: So beeinflusst Ihr Eure Darstellung in der Google-Suche

Wer nach Eurem Unternehmen bei Google sucht, sieht längst nicht mehr nur einen blauen Link zur Startseite. Google kann ein Markenprofil mit Bildern, Produkten und Unternehmensinformationen sowie Sitelinks zu wichtigen Bereichen Eurer Website anzeigen.

Welche Elemente tatsächlich erscheinen, entscheidet Google. Trotzdem könnt Ihr an mehreren Stellen beeinflussen, welche Informationen die Suchmaschine über Eure Marke versteht und welche Seiten sie als besonders relevant einordnet.

Gerade bei einer Suche nach dem eigenen Markennamen lohnt sich dieser Blick. Nutzer kennen Euch in diesem Moment bereits oder sind zumindest auf Eure Marke aufmerksam geworden. Jetzt geht es darum, ihnen schnell die richtige Information zu liefern: Was bietet das Unternehmen? Wo finde ich die Leistungen? Gibt es einen Shop? Wie komme ich zum Kontakt?

Markenprofil und Sitelinks erfüllen dabei unterschiedliche Aufgaben. Das Google Markenprofil bündelt Informationen über eine Marke. Google Sitelinks sind direkte Verknüpfungen zu ausgewählten Seiten derselben Domain, die unter einem Suchergebnis erscheinen können.

Der entscheidende Unterschied: Ein berechtigtes Markenprofil lässt sich teilweise verwalten. Welche organischen Sitelinks Google anzeigt, könnt Ihr dagegen nicht manuell bestimmen.

Was Google bei einer Suche nach Eurer Marke anzeigen kann

Eine Suche nach einem konkreten Unternehmensnamen unterscheidet sich von einer generischen Suchanfrage wie „Webdesign Agentur“ oder „Sneaker kaufen“.

Google versucht bei einer eindeutigen Markensuche nicht nur, die passende Website zu finden. Die Suchmaschine möchte Nutzern möglichst schnell relevante Informationen rund um die gesuchte Marke präsentieren.

Das klassische organische Suchergebnis besteht unter anderem aus Websitename, Titellink und Snippet. Google kann dieses Ergebnis zusätzlich um Sitelinks und weitere Elemente erweitern. Welche Darstellung ein Nutzer tatsächlich sieht, hängt unter anderem von der Suchanfrage, dem Gerät und den Informationen ab, die Google über das Unternehmen und seine Website zur Verfügung stehen.

Für E-Commerce-Unternehmen kann zusätzlich ein Google Markenprofil relevant werden. Google beschreibt es als Möglichkeit, die Onlinepräsenz einer Marke direkt innerhalb der Suchergebnisse darzustellen. Dort können unter anderem Markenbilder und -videos, Social-Media-Profile, Angebote, Kurzbeschreibungen und Informationen zu Treueprogrammen erscheinen. Google: Markenprofile in der Google Suche

Google greift dafür nicht nur auf Angaben zurück, die ein Unternehmen selbst hinterlegt. Informationen können unter anderem von der offiziellen Website, aus dem Merchant Center, aus öffentlich verfügbaren Quellen sowie aus lizenzierten Drittanbieterdaten stammen.

Damit wird die eigene Website zu einem Teil eines größeren Markenbildes. Widersprüchliche Unternehmensnamen, veraltete Informationen oder schlecht strukturierte Seiten können deshalb mehr sein als ein klassisches Onpage-SEO-Problem.

Auch externe Erwähnungen einer Marke können dabei Teil des Gesamtbildes im Web sein. Mehr dazu findet Ihr in unserem Beitrag über Brand Mentions und ihre Bedeutung für SEO und Markenwahrnehmung.

Eine Markensuche ist nicht einfach nur ein Ranking auf Platz eins. Entscheidend ist, ob Google aus den verfügbaren Informationen ein klares Bild der Marke und ihrer wichtigsten Inhalte bilden kann.

Markenprofil, Unternehmensprofil und Sitelinks unterscheiden

Die Begriffe klingen ähnlich, bezeichnen aber unterschiedliche Elemente der Google-Suche.

Element Wofür es gedacht ist Typische Inhalte Wie stark könnt Ihr es beeinflussen? Wo erscheint es?
Google Markenprofil Präsentation einer Marke Bilder, Videos, Produkte, Angebote, Beschreibung teilweise direkt verwaltbar Google-Suche nach der Marke
Google Unternehmensprofil Unternehmen mit persönlichem Kundenkontakt Standort, Öffnungszeiten, Fotos, Rezensionen umfangreich verwaltbar Google-Suche und Google Maps
Google Sitelinks schneller Zugang zu wichtigen Website-Inhalten Leistungen, Shop, Kontakt, Kategorien nur indirekt beeinflussbar unter organischen Suchergebnissen

Ein Unternehmen kann für mehr als einen Profiltyp infrage kommen. Google beschreibt ausdrücklich den Fall, dass Unternehmensprofil und Markenprofil unterschiedliche Zwecke erfüllen: Das Unternehmensprofil richtet sich grundsätzlich an Unternehmen mit persönlichem Kundenkontakt, während nur ausgewählte E-Commerce-Händler ein Markenprofil beanspruchen und verwalten können. Google: Unternehmensprofil und Markenprofil im Vergleich

Was ist ein Google Markenprofil?

Das Google Markenprofil ist eine Darstellung einer Marke direkt innerhalb der Google-Suche. Es richtet sich nach Googles aktueller Dokumentation insbesondere an Online- beziehungsweise E-Commerce-Unternehmen.

Ein solches Profil kann weit über einen Namen und ein Logo hinausgehen. Google nennt unter anderem Markenbilder und Videos, Social-Media-Profile, Angebote, Kurzbeschreibungen und Treueprogramme als mögliche Bestandteile. Im Zusammenhang mit Händlerprofilen können außerdem Produktinformationen, Versanddetails und Rückgabebedingungen eine Rolle spielen.

Für Online-Händler ist das interessant, weil ein Teil der Markenwahrnehmung bereits auf der Suchergebnisseite entsteht. Ein Nutzer muss nicht zwingend zuerst die Startseite besuchen, um sich einen ersten Eindruck von der Marke oder vom Angebot zu verschaffen.

Google Markenprofil von Adidas mit Markenbildern, Unternehmensinformationen und Treuevorteilen
Ein Google Markenprofil kann Markenbilder, Unternehmensinformationen, Produkte, Angebote und Vorteile eines Treueprogramms direkt in der Google-Suche präsentieren.

Das bedeutet allerdings nicht, dass jedes Unternehmen automatisch ein Markenprofil erhält oder verwalten kann. Google weist darauf hin, dass derzeit nur ausgewählte E-Commerce-Händler Anspruch auf Markenprofile erheben und diese verwalten können.

Ihr solltet deshalb zunächst prüfen, ob für Eure Marke überhaupt ein entsprechendes Profil verfügbar und verwaltbar ist, bevor Ihr Zeit in dessen Optimierung investiert.

Woher bekommt Google die Informationen für das Markenprofil?

Dieser Punkt ist aus SEO-Sicht besonders interessant.

Google greift für Markenprofile auf verschiedene Informationsquellen zurück. Dazu gehören Angaben aus dem Merchant Center und dem beanspruchten Markenprofil selbst, aber auch Informationen von der offiziellen Website, öffentlich verfügbare Informationen sowie lizenzierte Daten von Drittanbietern. Google: Woher Informationen im Markenprofil stammen

Damit reicht es nicht, ausschließlich das Profil selbst zu betrachten.

Firmenname, Markenbeschreibung, Bilder, Produktinformationen und andere zentrale Angaben sollten möglichst konsistent sein. Website und Merchant Center sollten nicht wie zwei voneinander getrennte Projekte behandelt werden – beide liefern Google Informationen über dasselbe Unternehmen.

Das garantiert keine bestimmte Darstellung in der Google-Suche. Eine konsistente Datenbasis reduziert aber unnötige Widersprüche und hilft dabei, Eure Marke eindeutig zu beschreiben.

Google Markenprofil und Google Unternehmensprofil sind nicht dasselbe

Besonders häufig wird das Markenprofil mit dem Google Unternehmensprofil verwechselt.

Das Unternehmensprofil richtet sich grundsätzlich an Unternehmen, die während ihrer Geschäftszeiten persönlichen Kontakt zu Kunden haben. Dazu gehören beispielsweise Geschäfte mit einem Standort, den Kunden besuchen können, oder Dienstleister, die Kunden innerhalb eines bestimmten Gebiets persönlich bedienen. Google: Richtlinien zur Berechtigung für Unternehmensprofile

Es kann unter anderem Adresse, Öffnungszeiten, Fotos und Rezensionen anzeigen und spielt insbesondere in der lokalen Suche sowie bei Google Maps eine wichtige Rolle.

Google Unternehmensprofil mit Adresse, Öffnungszeiten und Rezensionen in der Google-Suche
Ein Google Unternehmensprofil kann Nutzern unter anderem Standort, Öffnungszeiten, Kontaktdaten, Fotos und Rezensionen direkt in der Google-Suche anzeigen.

Wie stark Rezensionen die Wahrnehmung eines Unternehmens in der lokalen Suche beeinflussen können, behandeln wir ausführlicher in unserem Beitrag über Google Bewertungen, Sichtbarkeit und Vertrauen.

Das Markenprofil verfolgt dagegen einen anderen Zweck. Google beschreibt es als Möglichkeit, eine Marke einem breiteren beziehungsweise globalen Publikum zu präsentieren.

Ein reiner Online-Shop sollte das Markenprofil deshalb nicht als Ersatz für ein lokales Unternehmensprofil verstehen. Umgekehrt ersetzt ein Unternehmensprofil nicht die Möglichkeiten eines Markenprofils.

Was sind Google Sitelinks?

Google Sitelinks sind zusätzliche Links derselben Domain, die Google unter einem organischen Suchergebnis gruppieren kann.

Sie sollen Nutzern helfen, schneller zu relevanten Bereichen einer Website zu gelangen. Statt zunächst die Startseite aufzurufen und sich anschließend durch das Menü zu bewegen, können Suchende beispielsweise direkt eine Leistungsseite, eine Produktkategorie oder den Kontaktbereich öffnen.

Welche Links angezeigt werden, bestimmt Google automatisiert. Die Systeme analysieren unter anderem die Linkstruktur einer Website und zeigen Sitelinks nur dann, wenn sie für die jeweilige Suchanfrage als hilfreich eingeschätzt werden. Google Search Central: Informationen zu Sitelinks

Genau hier liegt ein häufiger SEO-Irrtum:

Es gibt keinen Schalter in der Google Search Console, über den Ihr gewünschte organische Sitelinks einfach festlegen könnt.

Ihr könnt Sitelinks deshalb nicht bestellen. Ihr könnt Google aber eine Website liefern, deren Struktur und wichtigste Seiten möglichst eindeutig erkennbar sind.

Was beeinflusst die Auswahl der Sitelinks?

Google nennt für Sitelinks erstaunlich konkrete Stellschrauben: aussagekräftige und kompakte Seitentitel und Überschriften, eine logische Website-Struktur sowie interne Links zu wichtigen Seiten. Auch der Anchor-Text sollte das jeweilige Linkziel möglichst eindeutig beschreiben.

Daraus ergibt sich eine praktische SEO-Regel:

Eine Seite, die für Besucher schwer einzuordnen ist, macht es meist auch Google nicht leichter.

Nehmen wir eine Agenturwebsite als Beispiel. Im Hauptmenü stehen lediglich „Wir“, „Was“, „Mehr“ und „Los geht’s“. Das kann gestalterisch interessant aussehen, beschreibt die jeweiligen Zielseiten aber kaum.

Eindeutige Begriffe wie „Webdesign“, „SEO“, „Projekte“ oder „Kontakt“ geben Nutzern und Suchmaschinen wesentlich mehr Kontext.

Dasselbe gilt für interne Links im Content.

Ein Link mit dem Text „mehr erfahren“ verrät wenig über sein Ziel. Ein Anchor-Text wie „SEO-Beratung“ beschreibt dagegen unmittelbar, welche Inhalte Nutzer nach dem Klick erwarten können.

Auch Seitentitel sollten unterschiedliche Seiten eindeutig voneinander abgrenzen. Google empfiehlt selbst aussagekräftige und prägnante Titel und weist darauf hin, dass stark wiederholte oder kaum unterscheidbare Seitentitel Nutzern wenig helfen. Google Search Central: Titellinks in der Google Suche beeinflussen

Wenn fünf zentrale URLs nahezu denselben Title und ähnliche H1-Überschriften besitzen, verschenkt Ihr wertvollen Kontext.

Kann man unerwünschte Sitelinks entfernen?

Direkt auswählen oder abwählen könnt Ihr organische Sitelinks derzeit nicht.

Google nennt für den Fall eines unerwünschten Sitelinks zwei grundsätzliche Möglichkeiten: Die betreffende Seite kann von der Website entfernt oder mit noindex von der Indexierung ausgeschlossen werden.

Das sollte allerdings nicht als kosmetischer Sitelink-Trick eingesetzt werden.

noindex bedeutet schließlich, dass die betreffende URL grundsätzlich nicht in den Google-Suchergebnissen erscheinen soll. Eine wertvolle Leistungs-, Kategorie- oder Informationsseite nur wegen eines unerwünschten Sitelinks aus dem Index zu nehmen, kann wesentlich mehr schaden als helfen.

Sinnvoller ist zunächst die Frage, warum Google gerade diese URL für wichtig oder passend hält.

Ist sie besonders prominent verlinkt? Gibt es mehrere Seiten mit nahezu identischer Funktion? Sind die eigentlich gewünschten Zielseiten tief in der Website-Struktur versteckt? Sind deren Seitentitel oder Überschriften unklar?

Die angezeigten Sitelinks können damit auch einen Hinweis darauf geben, wie Google die Hierarchie Eurer Website interpretiert.

Wie Ihr Google Markenprofil und Sitelinks gezielt unterstützt

Markenprofil und Sitelinks funktionieren technisch unterschiedlich. Trotzdem profitieren beide von einer gemeinsamen Grundlage:

Google braucht möglichst eindeutige Informationen über das Unternehmen und seine Website.

Beginnt deshalb nicht mit vermeintlichen SEO-Tricks, sondern mit der Informationsarchitektur.

Ein Nutzer sollte innerhalb weniger Sekunden verstehen, welche Hauptbereiche Eure Website besitzt. Dasselbe gilt für einen Crawler.

Bei einer Agentur könnten das beispielsweise Leistungen, Referenzen beziehungsweise Cases, Über uns und Kontakt sein. Bei einem Shop sind meist Produktkategorien, Servicebereiche und zentrale Unternehmensinformationen entscheidend.

Diese Bereiche sollten nicht nur im Menü existieren. Sie brauchen eindeutige URLs, sinnvolle Seitentitel, verständliche Hauptüberschriften und interne Links aus thematisch passenden Inhalten.

Auch die URL selbst sollte Nutzern möglichst nachvollziehbar vermitteln, welchen Inhalt sie erwartet. Mehr dazu findet Ihr in unserem Beitrag über eine SEO-freundliche URL-Struktur.

Eine gute interne Verlinkung verteilt nicht einfach wahllos Links. Sie bildet Beziehungen zwischen Inhalten ab.

Website-Struktur und interne Verlinkung für Google Sitelinks
Eine nachvollziehbare Seitenhierarchie und thematisch passende interne Links helfen Google dabei, wichtige Bereiche einer Website zu erkennen.

Ein Artikel über technische Suchmaschinenoptimierung kann beispielsweise auf eine passende SEO-Leistungsseite verweisen. Eine Case Study kann auf die Leistung verlinken, die innerhalb des Projekts eingesetzt wurde.

Dadurch entsteht eine nachvollziehbare Website-Architektur, in der zentrale Seiten nicht nur behaupten, wichtig zu sein – sondern auch entsprechend behandelt werden.

Die wichtigsten Stellschrauben im Überblick

Bereich Was Ihr prüfen solltet Warum es relevant ist
Navigation Sind zentrale Bereiche eindeutig benannt und schnell erreichbar? hilft Nutzern und Google, die Website-Hierarchie zu verstehen
Seitentitel und H1 Beschreiben sie den jeweiligen Seiteninhalt eindeutig? schafft Kontext für einzelne URLs
Interne Links Verweisen relevante Seiten auf Eure wichtigsten Zielseiten? verdeutlicht Beziehungen und Prioritäten
Anchor-Texte Beschreiben sie das Linkziel konkret? liefert zusätzlichen Kontext
Markendaten Stimmen Name, Beschreibung und wichtige Unternehmensinformationen überein? reduziert widersprüchliche Markensignale
Merchant Center Sind Händler-, Produkt- und Markeninformationen aktuell? kann Informationen für berechtigte Markenprofile liefern

Strukturierte Daten gehören ebenfalls in eine saubere technische SEO-Basis. Sie sollten allerdings nicht mit einem Sitelink-Generator verwechselt werden.

Google beschreibt strukturierte Daten als standardisiertes Format, mit dem explizite Informationen über eine Seite und deren Inhalte bereitgestellt werden können. Sie können Google dabei helfen, Inhalte zu verstehen und bestimmte Rich-Suchergebnisse zu ermöglichen. Daraus entsteht jedoch kein Anspruch auf bestimmte organische Sitelinks. Google Search Central: Einführung in strukturierte Daten

Wenn Ihr tiefer in das Thema einsteigen möchtet, findet Ihr bei uns einen ausführlichen Beitrag über strukturierte Daten und Schema.org.

Wichtig ist außerdem eine Änderung, die in älteren SEO-Anleitungen noch immer für Verwirrung sorgen kann:

Das frühere Sitelinks-Suchfeld wurde von Google ab dem 21. November 2024 aus den Suchergebnissen entfernt. Dieses Suchfeld war ein eigenes visuelles Element und ist nicht mit den normalen organischen Sitelinks gleichzusetzen. Die Änderung hatte laut Google keine Auswirkungen auf die normalen Sitelinks oder Rankings. Google Search Central: Einstellung des Sitelinks-Suchfelds

Wer heute noch Anleitungen findet, die das Sitelinks-Suchfeld als wichtigen Optimierungsschritt behandeln, arbeitet daher mit einem veralteten Stand.

Warum Google manchmal die „falschen“ Sitelinks zeigt

Interessant wird SEO meistens dort, wo Google etwas anderes macht als geplant.

Angenommen, unter Eurem Markenergebnis erscheinen „Datenschutz“, „Jobs“ und ein älterer Blogbeitrag, während die wichtigsten Leistungsseiten fehlen.

Dann sollte die erste Reaktion nicht lauten:

„Wie lösche ich diese Sitelinks?“

Die bessere Frage ist:

„Welche Signale unserer Website lassen diese URLs wichtiger oder passender erscheinen als unsere eigentlichen Kernseiten?“

Schaut Euch zunächst die Navigation an. Prüft anschließend interne Verlinkungen, Seitentitel und Überschriften.

Auch konkurrierende Seiten sind interessant. Wenn drei URLs dasselbe Thema behandeln und keine davon als eindeutige Hauptseite erkennbar ist, erschwert Ihr Google und Nutzern die Zuordnung.

Bei größeren Websites lohnt sich deshalb ein Seiteninventar. Jede zentrale Suchintention sollte nach Möglichkeit eine klar erkennbare Hauptseite besitzen. Verwandte Inhalte können diese Seite intern stärken, statt miteinander um dieselbe Aufgabe zu konkurrieren.

Auch die Startseite verdient besondere Aufmerksamkeit.

Sie ist bei Markensuchen häufig ein zentraler Einstiegspunkt und sollte die wichtigsten Bereiche der Website verständlich erschließen.

Eine visuell beeindruckende Startseite mit kaum beschreibendem Text und kryptischer Navigation kann für Besucher interessant aussehen, liefert Suchmaschinen aber weniger expliziten Kontext.

Deshalb würden wir Design und Suchmaschinenoptimierung nicht gegeneinander ausspielen. Kreative Gestaltung und eine klar verständliche Website-Struktur schließen sich nicht aus.

Gute Sitelinks beginnen nicht in der Google-Suche. Sie beginnen mit einer Website, bei der wichtige Seiten tatsächlich wie wichtige Seiten behandelt werden.

Warum Ihr Änderungen nicht sofort bei Google seht

Auch eine überarbeitete Navigation führt nicht dazu, dass Google am nächsten Morgen automatisch neue Sitelinks ausspielt.

Google muss Änderungen zunächst crawlen und verarbeiten.

Bei Titellinks weist Google beispielsweise darauf hin, dass Änderungen nach einem erneuten Crawling einige Tage bis mehrere Wochen benötigen können.

Bei Sitelinks kommt zusätzlich hinzu, dass deren Darstellung automatisiert erfolgt und von der jeweiligen Suchanfrage abhängt.

Dokumentiert deshalb größere Änderungen an Navigation, Seitentiteln und interner Verlinkung und beobachtet anschließend sowohl die Entwicklung in der Google Search Console als auch die tatsächliche Darstellung relevanter Markensuchen.

Vermeidet ständige Änderungen aus Ungeduld.

Wenn Ihr Navigation, Seitentitel und interne Verlinkung fortlaufend neu umbaut, lässt sich später kaum noch beurteilen, welche Anpassung tatsächlich sinnvoll war.

So prüft Ihr Eure Markenpräsenz bei Google

Eine Prüfung der eigenen Markensuche beginnt mit einer einfachen Bestandsaufnahme.

Sucht nach dem exakten Markennamen und betrachtet das Ergebnis nicht aus Unternehmenssicht, sondern aus Sicht eines Menschen, der Euch gerade kennenlernen möchte.

Ist sofort klar, was das Unternehmen anbietet? Verweist das Hauptergebnis auf die richtige Website? Sind Websitename und Seitentitel verständlich? Welche Sitelinks erscheinen? Führen sie zu Seiten, die für Interessenten tatsächlich wichtig sind?

Bei E-Commerce-Unternehmen kommt die Frage hinzu, ob ein Google Markenprofil vorhanden beziehungsweise verwaltbar ist.

Google beschreibt dafür den Zugriff über die Suche nach dem exakten Unternehmensnamen sowie über den Bereich „Marke“ im Merchant Center. Ist die Marke berechtigt, kann das Profil dort verwaltet werden.

Prüft anschließend die zugrunde liegenden Informationen.

Stimmen Unternehmensbeschreibung und Markenauftritt überein? Sind Bilder aktuell? Passen Produktinformationen, Versandangaben und Angebote? Sind verknüpfte Social-Media-Profile noch gültig?

Bei den Sitelinks verschiebt sich die Prüfung auf Eure Website.

Dort interessieren vor allem Navigation, Seitenhierarchie, Titles, Überschriften, interne Links und Anchor-Texte.

Die entscheidende Frage lautet nicht:

„Wie bringe ich Google dazu, genau diese sechs Links anzuzeigen?“

Dafür gibt es keine verlässliche Methode.

Die bessere Frage lautet:

„Ist unsere Website so eindeutig aufgebaut, dass Nutzer und Google unsere wichtigsten Seiten problemlos erkennen können?“

Häufige Fragen zu Google Markenprofil und Sitelinks

Was ist ein Google Markenprofil?

Ein Google Markenprofil präsentiert Informationen über eine Marke direkt in der Google-Suche. Je nach Profil können dort unter anderem Bilder, Videos, Unternehmensinformationen, Social-Media-Profile, Produkte, Angebote und weitere Händlerangaben erscheinen.

Die Funktion richtet sich aktuell insbesondere an berechtigte E-Commerce-Händler.

Ist das Google Markenprofil dasselbe wie das Google Unternehmensprofil?

Nein.

Das Google Unternehmensprofil richtet sich grundsätzlich an Unternehmen mit persönlichem Kundenkontakt und ist besonders für lokale Suchen und Google Maps relevant.

Das Google Markenprofil dient dagegen der Präsentation einer Marke in der Google-Suche und kann derzeit nur von entsprechend berechtigten E-Commerce-Händlern beansprucht und verwaltet werden.

Was sind Sitelinks bei Google?

Sitelinks sind zusätzliche Links derselben Domain, die Google unter einem organischen Suchergebnis anzeigen kann.

Sie führen Nutzer beispielsweise direkt zu wichtigen Unterseiten und werden automatisch von Googles Systemen ausgewählt.

Kann ich Google Sitelinks selbst festlegen?

Nein.

Organische Sitelinks werden von Google automatisiert erzeugt. Eine logische Website-Struktur, eindeutige Seitentitel und Überschriften sowie relevante interne Links mit verständlichen Anchor-Texten können Google allerdings dabei helfen, geeignete Seiten zu erkennen.

Warum zeigt Google keine Sitelinks für meine Website?

Google zeigt Sitelinks nur dann an, wenn seine Systeme sie für die jeweilige Suchanfrage als hilfreich einstufen und geeignete Zielseiten erkennen.

Eine unklare Website-Struktur kann die Auswahl erschweren. Auch bei einer technisch und inhaltlich sauber aufgebauten Website besteht jedoch keine Garantie auf Sitelinks.

Brauche ich strukturierte Daten für Google Sitelinks?

Nein.

Normale organische Sitelinks werden nicht dadurch erzeugt, dass Ihr ein bestimmtes Schema-Markup einbaut.

Strukturierte Daten können Google zusätzliche Informationen über eine Seite und deren Inhalte liefern und bestimmte Suchdarstellungen unterstützen. Sie sind aber kein Schalter für organische Sitelinks.

Das frühere Sitelinks-Suchfeld wurde von Google im November 2024 eingestellt und ist nicht mit den normalen Sitelinks zu verwechseln.

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